Die Burka ist ein Symbol…

gegen Selbstbestimmung, Selbstständigkeit und Entscheidungsfreiheit

Salman Ansari schreibt in der FAS über die Burka in der Gesellschaft. Er erläutert, wie in seinem Buch „Willkommen in Germany“,  sehr persönlich, was seine islamische Religion für die Integration in die deutsche Gesellschaft bedeutet.

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„Frauen, die mit meiner Großtante aufwuchsen, wurde der Mund zugeklebt; ein Aufschrei hätte sie unter dem Fluch der Männer begraben. Sie waren in einer Welt gefangen, die aus Mauern bestand, und wenn sie einmal das Gefängnis verlassen dürften, dann sehen sie die Welt aus zwei winzigen Schlitzen, die sich auf Augenhöhe befanden. Wie kann Allah, der Barmherzige, diese Beschämung der Frau aushalten?“

„Autonomie ist jedoch mit Islam, wie man ihn heute interpretiert und praktiziert, nicht vereinbar.“

Salman Ansari, FAS, 4. September 2016

Premieren-Lesung Salman Ansari im Kahrmann´s Own: 17. März

Einladung zur Premierenlesung von „Willkommen in Germany“ von Salman Ansari

Die Texte liest Benny Beimer alias Christian Kahrmann.

Am 18. März erscheint Salman Ansaris Buch „Willkommen in Germany“, ein Rückblick und eine Novelle auf seine Ankunft in Deutschland.

Der Autor lädt zu Lesung und Diskussion ins Kahrmann´s Own in Berlin-Prenzlauer Berg ein:

Donnerstag, 17. März, um 19 Uhr
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Bötzowstr. 21, 10407 Berlin

H(Um Reservierung wird gebeten unter wingermany (ääd) online (dot) ms)

Ansaris Buch, genauer die Erfahrungen, die er seit seiner Immigration vor 55 Jahren schildert, verleiht vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen über die Deutschen und das Fremde neue Einblicke. Die Menschen, denen der junge Inder begegnet, nehmen ihn einerseits fröhlich und mutig auf, zugleich aber behandeln sie ihn als den kleinen Schwarzen, der aus einem Urvolk kommt, das sich nicht einmal waschen kann. Dass der junge Mann aus einem gebildeten Haus kommt, spielt für viele der Deutschen keine Rolle, es ist die schiere Unwissenheit als Treiber von Alltagsrassismus, die Salman begegnet.

Salman Ansari, der bisher vor allem durch naturwissenschaftlich-pädagogische Bücher aufgefallen ist, widerlegt aber ein anderes Phantasma, das seit Köln durch die Herzen und die Köpfe der Menschen geistert. Dass der schwarze Mann kommt, um die weißen deutsche Töchter zu entführen. Im zweiten, stark verfremdeten Teil seiner Novelle schildert Ansari Begegnungen mit der weißen Frau, die auch andere Schlüsse zulassen.

Der Autor freut sich auf Ihre Meinungen.

über Salman Ansari, siehe hier Wikipedia

 

Willkommen in Germany

Salman Ansaris literarisches Debüt „Willkommen in Germany“ bei Diotima

Salman Ansari erzählt, wie er unter die Deutschen kam. Die humorvolle und zugleich tiefsinnige Geschichte eines jungen Inders, der Ende der 1950er Jahre zum Studium nach Deutschland kommt. Er erlebt merkwürdige Gebräuche beim Essen, Waschen und mit den Mädchen, er erfährt intellektuelle Zuwendung, die immer analytisch bleibt. Die Willkommenskultur der jungen Bundesrepublik ist eine Parabel auf die deutschen Zustände unserer Tage: tumbes Vorurteil und herzliche Aufnahme ringen miteinander.

Salman Ansaris naturwissenschaftliche Bücher haben mehrere Auflagen erfahren. Nun präsentiert Diotima das literarische Debut eines Mannes, der immer scharf, aber nie böse seine neue Heimat analysiert – und dabei seine islamischen Wurzeln hinterfragt. Wir erleben die komplizierte Abstoßung und Einwurzelung eines Mannes, der seit über 50 Jahren Deutscher ist. 

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Das Buch von Salman Ansari „Willkommen in Germany“ ist ab 18.03.2016 direkt über den Buchshop Diotima Verlag wie auch im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-945315-07-1, 268 Seiten, 14,90 €.

Auch bei lovelybooks, amazon, Buchhandel  

Betende Hände, waschende Hände

Leseprobe aus: Salman Ansari, Welcome in Germany, Diotima März 2016 

Ich klingelte und eine Frau mittleren Alters öffnete mir die Tür. Sie bat mich in ihre Wohnstube. In dem Zimmer gab es ein Sofa mit hölzernen Armlehnen, bedeckt mit einem weißen Laken, vermutlich als Polsterschoner, falls das Sofa wirklich gepolstert war. Es standen noch zwei Stühle da und ein Esstisch. Darunter lag ein leicht zerschlissener Teppich, dessen Ränder aufgerollt waren.

An der Wand hingen Bilder von betenden Händen und einem Hirsch, der sein weit geöffnetes Maul gegen den Himmel hob, als wolle er den Allmächtigen anklagen. Weiterlesen Betende Hände, waschende Hände